Vergangenes Wochenende haben Katja und Frank von Shenzhen aus einen längeren Abstecher nach Peking gewagt. Wir haben diesen glücklichen Zufall gleich dazu genutzt einige touristische Attraktionen der Hauptstadt gemeinsam zu erkunden. Ihre Erlebnisse könnt ihr übrigens unter http://www.frankbauer.net/blog/ verfolgen.
Am letzten Sonntag (03.April) haben wir uns erstmal den Sommerpalast und das Olympiagelände vorgenommen. Ersteres hatten leider auch ziemlich viele Chinesen vor.
Innen angekommen fällt einem zunächst auf, dass man den Sommerpalast eigentlich eher als See mit angrenzendem Palast bezeichnen müsste: ca. ¾ der Gesamtfläche wird vom Kunming-Lake eingenommen, am Rand finden sich zahlreiche kleinere Tempel, Paläste und Parks, die die kaiserliche Familie nutze um der Sommerhitze Pekings zu entfliehen (waren die da nicht eigentlich in Chengde?!).
Am beeindruckendsten waren für mich der Tempelkomplex Wanshou Shan auf dem Longevity Hügel: Ganz oben angekommen kann man zudem einen tollen Ausblick auf den Norden Pekings genießen.
Unabhängig von den Besuchermassen lohnt sich auf jeden Fall eine kleine Wanderung um den See herum, da man dort sehr viele schöne Blickwinkel auf den Tempelkomplex und eine im See gelegene Insel hat. Hinzu kommen einige ziemlich steile Brücken, die diverse (momentan trockene) Zuflüsse überqueren.
Die Anreise zum zweiten Ziel gestaltete sich etwas schwieriger, da wir eine alternativen U-Bahn Hast benutzen wollten, die allerdings irgendwie falsch in der Karte eingezeichnet war...Dafür haben wir ein paar typisch chinesische Straßen und Häuser zu Gesicht bekommen, die einem vor Augen geführt haben, dass das Zentrum von Peking doch schon ziemlich westlich ist.
Das Olympiagelände wird durch das vom Architektenduo Herzog und de Meuron (HdM) entworfene National Stadium dominiert, besser bekannt unter dem Spitznamen Vogelnest. Weiteres Highlight ist die Schwimmhalle, die besonders in Dunkelheit ihre volle Pracht entfaltet. Sehenswert ist außerdem das in hasenform gestaltete IBM Gebäude und die enorm lange Promenade, die über das Olympiagelände führt und Erinnerungen an das Reichsparteitaggelände in Nürnberg hervorruft.
Der Besuch des Olympiageländes ruft allerdings auch die Frage nach der Nachhaltigkeit von Olympia auf, das es momentan absolut nicht genutzt wird, mal abgesehen von der Möglichkeit durch das Birds Nest mit Hilfe eines Segway zu fahren...Da mein Magen knurrt kommt der zweite Teil des Sightseeing Marathons in den nächsten Blogeintrag.
Bis dahin!
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